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Gemeinsam sanieren – Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben sich Vertreter vom Klimaschutzministerium, aus der Forschung und Baustoffbranche verständigt: Förderungen alleine treiben die Sanierungsrate nicht auf die notwendigen 3 %. Damit das geschieht und Klimaziele erreicht werden können, haben sie konkrete Maßnahmen definiert. Wir ergänzen diese und plädieren für die richtige Reihenfolge bei Einzelbauteilsanierungen.

„Selten verbinden sich die Benefits für Klima und Wirtschaft so gut wie beim Sanieren“, sagte Dr. Jürgen Schneider, Sektionschef „Klima und Energie“ im Klimaschutzministerium. Für die Klimaneutralität bis 2040 ist aber eine Sanierungsrate von 3 % notwendig. Damit sie von den momentanen 1,5 % abhebt, wurden folgende Maßnahmen als erforderlich festgestellt:

  • bau- und wohnrechtliche Regelungen
  • gesteigerte Kapazitäten der Bauwirtschaft
  • Informationskampagnen
  • Kompetenzzentren Österreichweit (s. Hauskunft in Wien)
  • vereinfachter Förderprozess
  • Fachkräfte-Ausbildung (Konkret werden bereits Qualifikationsprogramme vom Arbeitsmarktservice ausgearbeitet.)

 

Als QG haben wir bereits Anfang des Jahres 2021 erkannt, dass der Förderprozess ihm Rahmen der Sanierungsoffensive viele Bürger:innen abschreckt. Mit unserer Informationskampagne zur Bundesförderung wollen wir bei der Vereinfachung unterstützend mitwirken.

Was die Fachkräfte betrifft, verweisen wir mit Freude auf die Ausbildung zum zertifizierten WDVS-Fachverarbeiter.

Anhebung der Sanierungsrate auf 2,5 % bis 2025 möglich

Wolfgang Amann vom IIBW zeigte sich in der Pressekonferenz optimistisch: Es sei möglich, die Sanierungsrate bis 2025 um 1 Prozentpunkt auf 2,5 % zu heben. In den Jahren von 2005 bis 2012 wurden die Treibhausgasemissionen im Sektor Gebäude um 1/3 gesenkt, das sind 4 Millionen Tonnen CO2. „Wir brauchen dieselbe Performance in den kommenden 7 Jahren. Was schon einmal ging, ist wieder möglich“, so Amann.

Wir begrüßen, dass ab 2022 auch mehr Mittel zur Verfügung stehen werden (s. Details in der Presseinformation zum Download am Seitenende).

 

Einzelmaßnahmen im Vorzug

Eine Analyse des Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen (IIBW) besagt, dass die Menschen mehr Einzelbauteilsanierungen und seltener Generalsierungen durchführen: Wurden Mitte der 2010er Jahren in rund 60.000 Wohnungen thermisch-energetische Einzelmaßnahmen durchgeführt, waren es zuletzt 110.000.

Als QG ist uns hier eine klare Information an Endkosument:innen wichtig: Die sinnvolle Reihenfolge von Einzelmaßnahmen. Denn die Reihenfolge macht´s:

„Im Idealfall setzt du zuerst Dämmmaßnahmen – die den Heizwärmebedarf reduzieren – und nimmst dann die Modernisierung der Heizung in Angriff. Damit vermeidest du eine Überdimensionierung und sparst bares Geld“, so das Klimaschutzministerium.

Wir plädieren für: Rein ins Wohlfühlen! Dämmen bringts!

 

Siehe zum Thema auch:

Studie: Kapazitätsanpassung der Bauwirtschaft für eine erhöhte Sanierungsrate, September 2021

Studie: Definition und Messung der thermisch-energetischen Sanierungsrate in Österreich, Mai 2020

Studie: Konkrete steuerliche Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Wohnungssektors, April 2020

  • Ein energieeffizienter Gebäudebestand geht nur gemeinsam! Foto: Miguel A. Padrinan/Pexels
Ein energieeffizienter Gebäudebestand geht nur gemeinsam! Foto: Miguel A. Padrinan/Pexels
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