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Kein Heizkesseltausch ohne Dämmung

Energieeffizienz heißt Verluste minimieren, Maßnahmen optimieren. Darin sind wir uns mit dem Verband Österreichs Installateure einig. Für die Energiewende und vor allem die Klimaneutralität 2040 muss der Energieverlust über die Gebäudehülle reduziert werden, damit ein Heizkesseltausch sinnvoll und alle Maßnahmen effizient sind.

Im Rahmen der Sanierungsoffensive 2021/2022 des Bundes begrüßen wir neben dem Sanierungsscheck auch „Raus aus Öl und Gas“. Aus der Praxis hörten wir jedoch Beispiele, die der Idee nicht gerecht werden.

Ein Beispiel: Familie K. möchte ihr Haus aufgrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen und hohen Energiepreise mit einer neuen Heizungsanlage versehen. Ein Vorhaben ganz im Sinne der Sanierungsoffensive. Ernüchterung kam mit dem Installateur. Er stellte die Frage nach dem thermischen Gebäudestatus: Der lautet ungedämmt. Das ist der Grund zur Absage des Heizkesseltausches.

Wir fragten bei Österreichs Installateuren nach, dem Verband Zukunftsforum SHL. Ihr Obmann Andreas Rotter bestätigt das Beispiel. Wie Familie K. ergeht es momentan vielen Immobilien-BesitzerInnen. Andreas Rotter sagte in unserer gemeinsamen Pressemeldung:

„Ein Austausch des bestehenden fossilen Wärmeerzeugers ist im Sanierungsbereich schwer möglich und in den meisten Fällen nicht zielführend, um Ressourcen und Geldbeutel zu schonen.“Bei einer Sanierung sind nicht nur Fingerspitzengefühl und technisches Know-how Grundvoraussetzung, eine genaue Erfassung beim Erstgespräch mit dem Kunden hinsichtlich Gebäudehülle, Wärmeerzeuger und Wärmeabgabesystem ist erforderlich. „Bei nachwachsender Energie, grünem Gas und synthetischem Öl fallen höhere Systemtemperaturen nicht ins Gewicht; Bei erneuerbarer Energie, also Wärmepumpen, welche mit Luft-, Wasser oder Sole betrieben werden, hingegen schon“, sagt Rotter. Voraussetzung für die Umstellung auf erneuerbare Energie sind eine geringe Heizleistung pro Quadratmeter (W/m2) und Niedertemperatur-Systeme mit einer geringen Vorlauftemperatur (max. 40°C), um einen hohen Wirkungsgrad zu erzielen. Die Anschaffungskosten richten sich nach der Größe des Wärmeerzeugers, je geringer die Heizlast umso günstiger und effizienter wird die Heizungsanlage.

Perspektive: Planungssicherheit mit dauerhaften Lösungen

Gemeinsam setzen wir uns daher für ganzheitliche Energieberatungen ein. Das Ziel ist eine sinnvolle Energieeffizienz.

Eine Weiterführung der Sanierungsoffensive nach 2022 ist unbedingt erforderlich. Künftige Förderungen müssten Teilsanierungen berücksichtigen, die schrittweise im Sinne einer ganzheitlichen Sanierung erfolgen. Darauf können alle folgenden Sanierungsmaßnahmen ideal aufeinander abgestimmt werden. Diese langfristige Planung auf zwei bis fünf Jahre bringt Planungssicherheit auf beiden Seiten: bei Auftraggeber:innen.

 

Hier geht’s zur Pressemeldung.

  • Grafik Potential unsanierter Hausbestand - Treibhausgasemissionen Österreich 2021; (c) ARGE QG WDS
Grafik Potential unsanierter Hausbestand - Treibhausgasemissionen Österreich 2021; (c) ARGE QG WDS
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